Angeregt durch Michaels Blogparade zum Thema “Blogger und Facebook: notwendiges Übel oder tolle Chance?” will ich mich heute mit der Frage nach der Notwendigkeit eine Repräsentanz von Bloggern bei Facebook beschäftigen und ich gleich noch ein paar Tipps mit an die Hand geben!
Schon aus meiner Überschrift könnt ihr wohl meine grundsätzliche Position zu Facebook einschätzen. Aber langsam! Schritt für Schritt will ich Michales Fragen beantworten und ich so meine Position zeigen!
Wieso ist für die einen Blogger Facebook ein “muss”, während andere dieses soziale Netzwerk äußerst kritisch betrachten?
Meines Erachtens ging der Social Media Hype teilweise unglaublich weit. Gerade die sozialen Netzwerke spielen seit Jahren eine mächtige Rolle im Internet. Erst StudiVZ, dann XING, Wer kennt Wen und Facebook. Lohnt es sich denn wirklich, auf jeden Zug aufzuspringen oder ist Facebook wie auch andere Hypes vorher nur eine lodernde Flamme, die irgendwann erlöschen wird? Berechtigte Frage… Meiner Ansicht nach hat Facebook hier den ganz großen Wurf gelandet und nicht umsonst Konkurrenten vom Markt gefegt. Selber habe ich mich lange gegen Facebook gesträubt – inzwischen ist quasi jeder da. Wer also mitreden will – muss dabei sein. Blogger, die das unglaubliche Potential für sich erkannt haben, werden sich über einen nicht zu verachtenden Besucheranstieg freuen dürfen. Das Teilen von Informationen ist bei Facebook unglaublich einfach und gerade deshalb tun es viele. Empfehlungen sind offline und online gleichermaßen wichtig und genau diese erhalte ich bei Facebook von meinen Lesern und gewinne so neue Leser. Die Einfachheit ist der Schlüssel zum Erfolg! Dennoch bestreiten noch viele die Nachhaltigkeit des Mediums aber glaubt mir – Facebook gehört dazu!
Sind Facebook Pinnwände und Fan-Pages die Blogs der Zukunft?
Sicherlich steht das Blog selber an erster Stelle. ABER: Ich habe mich ja schon häufiger über die Tatsache beschwert, dass die Interaktion zwischen Bloggern und Lesern in Deutschland häufig zu kurz kommt! Warum? Ursache ist meines Erachtens die Schnellebigkeit des Netzes. Einen Kommentar schreiben: anstrengend und zeitraubend. Bei Facebook “share” oder “gefällt mir” klicken dauert einen Bruchteil einer Sekunde! Das ist der Unterschied. Blogger sollten deshalb auf Facebook setzen – und zwar überwiegend manuell und nicht automatisiert. AUSNAHME: Wordbooker. Dieses Plugin für WordPress beamt nicht nur eure Blogbeiträge zu Facebook sondern beamt sogar die Facebookkommentare auf euren Blog. Praktischer geht es nicht! Aber das allein ist nicht genug – ihr müsst auch darüber hinaus mit euren Fans in Interaktionen treten, sonst wird der Mehrwert schnell zu gering und ihr verspielt das Potential!
Wie kann ich Facebook als Blogger nutzen?
Vor allem solltet ihr über eine eigene Fanpage verfügen. Wie das geht und was ihr beachten solltet, findet ihr hier:
Diese Seite sollte euren Lesern einen Mehrwert bieten, sei es durch Diskussionen oder zusätzliche Information. Außerdem könnt ihr neuerdings “Facebook als Seite” verwenden und euch quasi mit eurem Seitennamen durch Facebook bewegen. Nutzt diese Funktion und kommentiert und diskutiert in themenrelevanten Bereichen als Seite.

Reicht es einfach nur, dort meine normalen Artikel auf einer Fanpage zu veröffentlichen?
Wie gerade schon erwähnt, dürfte dieser Ansatz nach hinten losgehen! Leser lieben Mehrwerte. Bietet ihnen diese. Veröffentlicht Artikel aus anderen Blogs und kommentiert diese. Streut nützliche Informationen… Es gibt viele Dinge, die sich hier einfach realisieren lassen – wie immer gilt: Content ist King…
Was erwarten meine Facebook-Leser von mir, meinem Blog und meinen Posts?
Facebook-Leser erwarten Mehrwerte – sie verlangen persönliche Statements und Sachverhaltsdarstellungen, Kommentare und ehrliche Diskussionen. Sie erwarten keine langweiligen trockenen Texte, die irgendwo abgeschrieben wurden. Macht euch also Gedanken und reibt den Lesern den Mehrwert eurer Beiträge unter die Nase. Individueller Mehrwert = Schlüssel zum Erfolg!
Beachtet ihr all diese Dinge sollte euch Facebook in jedem Fall mehr nützen als Schaden. Selbst wenn es nur sehr wenige Nutzer sind, die ihr über Facebook generiert – Kleinvieh macht auch Mist. Der Aufwand hält sich in Grenzen und im Gegensatz zu sämtlichen anderen Social Media Strategien, dürfte Facebook den größten Erfolg versprechen. Ingesamt bleibe ich also folgende Antwort an Michael schuldig: JAWOLL – Facebook ist eine tolle Chance!
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