Wegen Facebook: Dresdner Portale klagen ihr Leid
Auf dem Markt der sozialen Netzwerke ließ Platzhirsch Facebook in den letzten Jahren kaum Platz für Konkurrenten. Vor zehn Jahren war das noch anders, zu jener Zeit kamen täglich Sites dazu, die Zahl der User nahmen ebenfalls zu. Doch heute ist das anders. Dresdner Portale klagen nun gegenüber der „Bild“-Zeitung ihr Leid.
„Unser Höhepunkt war 2009 mit ca. 125.000 aktiven Mitgliedern. Ab Frühjahr 2011 spürten wir die Auswirkungen. Heute sind es 85.000. Wir machen aber weiter. Bei uns zählt der familiäre Charakter“, sagt zum Beispiel Tobias Gürtler von „Willstequatschen“ gegenüber der Zeitung. Facebook hat derzeit mehr als 845 Millionen angemeldete Nutzer. Das kostet auch den sächsischen Portal-Betreibern zahlreiche User. Neue Mitglieder werden immer weniger, Seitenaufrufe gehen stark zurück. „Unser Portal hat 80 Prozent weniger Seitenaufrufe. Aber unsere Stärke sind immer noch die regionalen Events und Fotos“, sagt Sven Pommer von „snapscouts“.
Was bleibt den Seitenbetreibern jetzt noch? Oft nur eine Umorientierung, denn gegen Facebook wird man auf Dauer nicht standhalten können. Dass sich dieser Trend ändert, glaubt eigentlich niemand mehr. Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel Port01.com, das nach Angaben der Zeitung seinen Chat, der einst extrem beliebt war, ganz abschaltet. Grund sei der Rückgang der Mitglieder. Das führte dazu, dass kaum noch etwas geschrieben wurde.
Neben den zahlreichen Vorteilen, die Facebook mit sich bringt, zeigt der konkrete Fall einiger Portale aus Sachsen, dass die Schattenseiten nicht weit sind.




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