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„Kony 2012“ vereint Netzgemeinde weltweit

Der extrem erfolgreiche Kurzfilm über den ugandischen Verbrecher Joseph Kony, den eine kleine amerikanische Lobbygruppe ins Netz gestellt hat, zeigt, wie schnell man Massen über soziale Netzwerke mobilisieren kann. Die Klickzahlen bei Facebook und Twitter haben sich in den letzten 24 Stunden fast verdreifacht, die Unterstützung wächst minütlich.

Aber die Kampagne „Kony 2012“ hat nicht nur Freunde, auch die Zahl der Kritiker wächst stetig. Es wird kritisiert, dass die Herangehensweise sowie die Finanzierung und Darstellung fragwürdig seien. Die Macher des Films nehmen Stellung zu den Vorwürfen und antworten auf Fragen auf ihrer eigenen Homepage. „Kony 2012“ ist das Thema, das die weltweite Netzgemeinde derzeit vereint. „Invisible Children Inc.“, eine amerikanische Organisation, lancierte am Montag ein Video im Internet, das rund eine halbe Stunde dauert. Eigentlich ist es auf den ersten Eindruck sehr unscheinbar, doch es entfaltet seine Wirkung von Minute zu Minute.

Das Video richtet sich gegen Joseph Kony, Anführer der ugandischen Rebellenarmee LRA (Lord’s Restistence Army). Im Video wird suggeriert, dass Joseph Kony ein Verbrecher sein soll. Demnach werde er mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Vorgeworfen werden ihm schier endlose Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Auch Kriegsverbrechen sollen ihm in dem zentralafrikanischen Land vorgeworfen werden. Unbestätigten Quellen zufolge sollen in den 26 Jahren seiner Regentschaft im Untergrund mehr als 66.000 Kinder entführt worden sein, um sie zu Kindersoldaten und Sklaven zu machen.

Auch wenn man die Aktion nicht unterstützt, so zeigt das Video einmal mehr die Macht der sozialen Netzwerke. Binnen weniger Stunden können so weltweit wesentlich mehr Menschen erreicht werden, als das dem einen oder anderen Politiker, und auch Verbrecher?!, lieb ist.

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  1. 14. März 2012, 19:34 | #1

    Es dürfte auch ganz rational denkenden Menschen sehr unlieb sein, wie leicht das von Statten ging. Die dubiose Kony Sache beiseite – man kann auf die Art genauso Menschen für ganz und gar fiese Sachen einspannen und ausnutzen ohne, dass sie es rechtzeitig reflektieren würden.

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